Solarkoffer und Solartaschen

Unter einem Solarkoffer versteht man eine mobile Solaranlage, die faltbar wie ein Koffer ist. Hier sind allerdings nicht die Module die faltbaren Elemente, sie sind starr. Beim Transport sind die Module vor Einflüssen von außen geschützt. Die meisten Solarkoffer lassen sich mühelos ohne großen Platzbedarf transportieren. Eine andere Bezeichnung für einen Solarkoffer ist „Solartasche“. Solarkoffer gibt es mit unterschiedlichen Nennleistungen von 50 Watt Peak bis 200 Watt Peak. Der größte Vorteil dieser mobilen Solarvarianten gegenüber einer fest montierten Anlage ist, dass der Solarkoffer immer wieder neu nach der Sonne ausgerichtet werden kann. So ist die Aufnahmemöglichkeit von Sonnenenergie mit einem Solarkoffer optimal. Ein Solarkoffer kann sowohl für den geringeren Strombedarf allein oder für einen höheren Strombedarf zusätzlich zu einer anderen Solaranlage betrieben werden. Viele Camper und Abenteurer nutzen zum Beispiel einen leistungsstarken Solarkoffer, um ihre stationäre Solaranlage im Wohnmobil in den Wintermonaten zu unterstützen. Die meisten Solarkoffer verfügen über einen Laderegler, wie andere größere stationäre Solaranlagen ihn haben. Meist gehören Kabel und verschiedene Anschlüsse für die Bordbatterie zum Lieferumfang. Krokodilklemmen sind die häufigsten Verbindungen zwischen Solarkoffer und Batterie. Eine zusätzliche Batterie macht den Solarkoffer zu einer perfekten kleinen Fotovoltaikanlage. Sie wird an den Solarkoffer angeschlossen, um den erzeugten Strom zu speichern, wenn er nicht benötigt wird.

 

Solarkoffer zur Verstärkung von fest montierten Paneelen

Im Moment ist der Solarkoffer der aktuelle Stand, was die praktische Gestaltung von Solarmodulen angeht. Um die klassischen Module, die früher hauptsächlich für Wohnmobile, Wohnwagen und andere Ferienunterkünfte genutzt wurden, mit mehr Komfort für den Nutzer auszustatten, wurden sie mit Scharnieren versehen. Es entstanden klappbare Konstruktionen. So konnten sie platzsparender transportiert werden. Durch einen Tragegriff wurde der Transport erleichtert und der Solarkoffer war entstanden. Der größte Vorteil der Solarkoffer ist neben dem einfachen Transport vor allem der Schutz der Solarpaneele. Ein Solarkoffer ist günstig im Anschaffungspreis und meist wetterfest. Durch seine spezielle Konstruktion ist er sehr standfest. Bei Wind macht sich das in jedem Fall positiv bemerkbar. Ein weiterer Vorteil des Solarkoffers liegt darin, dass er repariert werden kann. Sollte es einmal in einem Unwetter zu einer Beschädigung kommen, kann ein Fachmann den Fehler meist schnell beheben. 

 

Jederzeit einsatzbereit

Ein Solarkoffer kann im Handumdrehen zum Einsatz gebracht werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob er als einzige Quelle für Sonnenenergie genutzt wird oder ob eine fest montierte Solaranlage unterstützt  werden soll. Dank seiner Montage wird er mit wenigen Handgriffen aufgestellt. Dabei können die Paneele so ausgerichtet werden, dass sie die Sonnenstrahlen bestmöglich aufnehmen können. Bei den meisten Modellen wird der Wechselrichter einfach eingesteckt. So wird der Geleichstrom, den die Module liefern, in Wechselstrom für handelsübliche Geräte umgewandelt. Die größtmögliche Flexibilität des Solarkoffers ist durch seinen Aufbau garantiert.

Beste Energieausbeute durch den Solarkoffer

Der Solarkoffer wird an der Sonne ausgerichtet. Das bedeutet, er kann mit wenigen Handgriffen immer wieder optimal platziert werden. Das macht sich besonders beim Campen positiv bemerkbar. Der Solarkoffer bietet den Vorteil, möglichst viele Sonnenstunden nutzen zu können, weil er auf dem Weg der Sonne immer wieder an einem passenden Ort aufgestellt werden kann. Hierzu wird nur ein ausreichend langes Kabel benötigt. Durch seine Flexibilität ist der Solarkoffer auch im Winter eine perfekte Ergänzung zur stationären Photovoltaikanlage. Ein weiterer Vorteil des Solarkoffers ist die Hinterlüftung der Solarzellen. Es ist nachgewiesen, dass erhitzte Module eine geringere Spannung und damit eine niedrigere Energieausbeute haben. Durch seine spezielle Konstruktion kann der Solarkoffer so aufgestellt werden, dass die Solarmodule ausreichend Unterlüftung und damit Kühlung haben.

Neigungswinkel und Energieertrag

Ist der Neigungswinkel optimal berechnet, kann der Solarkoffer mehr Energie liefern als bei einer fehlerhaften Ausrichtung der Module bezüglich des Sonnenstands. Dabei sind die Neigungswinkel im Sommer und im Winter verschieden. Während im Winter etwa 55 Grad empfohlen werden, ist im Sommer ein Neigungswinkel von etwa 25 Grad optimal.

Welche Modelle stehen zur Auswahl?

Es gibt verschiedene Modell, die sich in einigen Punkten unterscheiden. Dabei ist das erste Unterscheidungsmerkmal sicher die Größe und die Anzahl der Paneele. Die meisten Hersteller bieten Solarkoffer an, die aus zwei bis vier Paneelen bestehen. Da ein Solarkoffer tragbar bleiben muss, achten Hersteller darauf, dass das Gewicht nicht zu groß wird. Oft ist bereits ein Tragegriff integriert. Dadurch erhöht sich der Komfort. Bei einigen Modellen sind  Füße zum Aufstellen im Lieferumfang enthalten.

Nicht jede Solartasche verfügt über einen Laderegler. Je leistungsstärker der Solarkoffer ist, umso wahrscheinlicher ist jedoch die Ausstattung mit einem Laderegler. Einige Modelle weisen UBS-Anschlüsse auf. Hier werden Kleingeräte direkt am Gerät geladen. Diese Solarkoffer sind besonders gut geeignet, um Handys, Computer oder LED-Leuchten aufzuladen. Solarkoffer von Solaranker verfügen grundsätzlich über einen Anschluss für einen Laderegler. Hier kann problemlos ein vorhandener Laderegler genutzt werden.  Außerdem sind meist Stützfüße im Lieferumfang enthalten. So wird auch die Energie der niedrigen Wintersonne noch eingefangen und in wertvollen Strom umgewandelt. Mit einer zusätzlichen Solarbatterie wird aus dem Solarkoffer schnell eine vollwertige Solaranlage.

 

Wo findet der Solarkoffer Platz?

Ein Solarkoffer ist flach und kompakt. Wenn er den Campingwagen versorgen soll, kann er mühelos hinter die Windschutzscheibe gelegt werden. Auch im Heck des Wagens ist seine Funktion verlässlich. Wichtig ist, dass er gemäß der Sonne ausgerichtet ist. Steht der Wagen im Schatten, kann der Solarkoffer außerhalb in der Sonne eingesetzt werden, um Sonnenenergie aufzunehmen. Wann die Sonne niedrig steht, hilft der Neigungswinkel des Solarkoffers dabei, möglichst viel Sonne einzufangen. Wenn die Solarzellen auf dem Dach eines Wohnmobils oder eines Campingwagens keine Möglichkeit der Aufnahme von Sonne mehr haben, kann der Solarkoffer noch einige Stunden der untergehenden Sonne entsprechend ausgerichtet werden.

Wie robust sind Solarkoffer?

Wer Interesse an der Anschaffung von faltbaren Solarmodulen hat, fragt sich selbstverständlich nach ihrer Haltbarkeit. Die Leistungsfähigkeit der Paneele wird über einen Zeitraum von 25 Jahren garantiert. Kommt es bei den Scharnieren oder Verbindungselementen einmal zu einer Beschädigung, wird der Solarkoffer problemlos repariert.

Gibt es eine Leistungsgrenze?

Auch unter den Solarkoffern gibt es verschiedene Leistungsstärken. Ein kleiner und preiswerter Koffer bietet bis 75 Wp (Watt-Peak), ein mittlerer kommt mit etwa 100 bis 150 Wp daher und der leistungsstarke Solarkoffer kann auch 200 Wp oder mehr aufbringen. Ein Leistungsstarker Koffer mit der entsprechenden Batterie kann einen Campingbus inklusive Heizung ganzjährig mit Strom versorgen. Nachdem der Bedarf ermittelt wurde, ist klar, welche Leistung der Solarkoffer haben sollte, um den individuellen Anforderungen zu entsprechen. Die höheren Anschaffungskoffer für Hochleistungsanlagen machen sich durch die Menge an gespartem externem Strom schnell bezahlt.

Kennzahlen und technische Informationen zu Solarmodulen

Bei den Angaben zu Solarmodulen werden viele Daten und Kennzahlen verwendet. Dabei werden neben Daten zu den Maßen im zusammengeklappten und im offenen Zustand auch Angaben zum Gewicht und zu Leistung und Ertrag gemacht.  Um sich im Dickicht der technischen Angaben nicht zu verirren, sollten mindestens die Begriffe Nennleistung, Wirkungsgrad und Leerlaufspannung bekannt sein. Außerdem ist die Verkabelung ein wichtiger Bestandteil jeder Solaranlage, sei es mobil oder fest montiert.

Leistung bzw. Nennleistung: Die Leistung eines Solarmoduls wird nicht wie bei anderen elektrischen Geräten in Watt, sondern in Watt Peak (Wp) oder Kilowatt Peak (kWp) angegeben. Der Wert bezieht sich auf theoretische Bedingungen mit einer definierten Einstrahlung, einer definierten Zelltemperatur und einer vorgegebenen Zusammensetzung des Lichtes. Diese Bedingungen wurden für die Ermittlung der Leistung definiert. Die Angabe bezieht sich dabei nicht auf eine konstante Leistung, sondern auf die Maximalleistung des Moduls. In der Praxis wird die Maximalleistung nicht immer erreicht. Schon ein bewölkter Himmel kann eine Veränderung bewirken.

Wirkungsgrad: Der Wirkungsgrad eines Solarkoffers bestimmt, wie viel Energie der ankommenden Sonneneinstrahlung in elektrische Leistung umgewandelt wird. Wenn ein Solarkoffer einen Wirkungsgrad von 22 Prozent besitzt, werden 22 Prozent des ankommenden Sonnenlichts in Strom umgewandelt. Übliche Solarmodule erreichen aktuell einen Wirkungsgrad von bis zu 24 Prozent.  

Leerlaufspannung: Die Leerlaufspannung gibt die Spannung des verarbeiteten Solarmoduls an, wenn es unbelastet unter Standard-Testbedingungen vermessen wird.

Verkabelung: Wenn die Verkabelung ordnungsgemäß durchgeführt wurde, sind die Verluste an Energie gering. Bei einer Kabellänge von 10 Metern ist mit etwa 0,24 Prozent der für den Energieverlust zu rechnen.

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